Karmahoroskop und Reinkarnation

Karma hat gerade bei uns im Westen keinen guten Ruf, doch so mancher wünscht sich ein astrologisches Karmahoroskop, um mehr über Karma und Reinkarnation zu erfahren. Mittels dem Karmahoroskop Reinkarnation, Karma und ähnliche Themen zu erhellen, braucht etwas Mut. Jedenfalls mehr Mut, als die schmeichelhaften Wochenhoroskope in der Tageszeitung zu lesen. Ein richtiges Karmahoroskop beruht anders als die öffentlichen Tages- und Wochenhoroskope nicht nur auf dem Sternzeichen, sondern auf den individuellen Geburtsdaten. Es kann daher sehr viel mehr und sehr viel präziser Aussagen über vergangene Leben, Reinkarnation und Karma machen. Abgesehen davon sind Sternzeichenhoroskope im Gegensatz zu einem richtigen Karmahoroskop oft nur erfundene Unterhaltungstexte.

Ein Karmahoroskop zeigt zum Beispiel, welche ungelösten Themen wir aus früheren Leben mitbringen und wie wir sie konstruktiv lösen können. Das Wort “lösen” neigt zu Missverständnissen, genau genommen können wir unsere früheren Leben nicht einfach nur loslassen, sondern müssen Reinkarnation mehr als einen Verwandlungsprozess verstehen. Dieser umfasst zuerst ein in Kontakt kommen mit Reinkarnation und früheren Leben – per Karmahoroskop oder einer Rückführung – , dann das Loslassen dessen, was einem an die alten Sachen unangenehm bindet und dann ein konstruktiveres Erleben und Verwirklichen finden. Das Loslassen umfasst insbesondere die verdrängten Gefühle aus unangenehmeren Erlebnissen, doch dazu müssen diese erst mal ins Bewusstsein gerufen werden. Ob dies gelingt, hängt speziell beim Karmahoroskop stark von den Beratungsqualitäten des Astrologen ab und von der nachfolgenden Arbeit des Betreffenden. Ein Beratung zum Karmahoroskop ist keine Live-Rückführung, letztlich bedarf die Arbeit mit Reinkarnation der Praxis.

Die Karmafaktoren im Geburtshoroskop sind zum Beispiel die Planeten im achten und zwölften Haus, harte Saturn- und Pluto-Aspekte und natürlich die beiden Mondknoten, denen klassischerweise die karmische Lebensaufgabe zugesagt wird. Was ein Karmahoroskop über Reinkarnation und frühere Leben verraten kann, hat seine Grenzen bezüglich der Präzision und Konkretheit, denn letztlich ist jedes Symbol vielgestaltig und nicht glaskar zu definieren. Aber eigentlich ist das nur für den neugierigen Intellekt ein Problem. Wer genau man wann genau war ist für die Seele und die Lösung des Themas nicht wichtig. Die richtige Einstellung zu Reinkarnation und Karmahoroskop berücksichtigt das

Professionelle psychologische Beratung

Anders als Psychotherapie gibt es für eine psychologische Beratung keine gesetzlichen Grundlagen, die regeln, wer nach welcher Ausbildung und nach welchen staatlichen Maßgaben zur Ausübung von e Beratung zugelassen werden kann. Grundsätzlich darf also jeder eine psychologische Beratung machen und sich psychologischer Berater nennen. Die Folgen für den Verbraucher bzw. Klienten sind klar: Keiner weiß, ob der Anbieter sein Handwerk versteht und woran sich im Zweifelsfall feststellen lässt. Manche der Berater können durchaus eine einschlägige Berufsausbildung oder Fortbildung vorweisen, denn nicht wenige, die eine psychologische Beratung offerieren, sind Psychotherapeuten oder Seelsorger, manche arbeiten für kirchliche Einrichtungen oder sind zum Beispiel Sozialpädagogen.

Zu einer guten psychologischen Beratung gehört unter anderem die Fähigkeit zuhören zu können. Zuhören und schweigen können ist nicht dasselbe. Auch wenn beim Zuhören augenscheinlich keine Aktivität der Beraters erfolgt, wirkt eine stille Anteilnahme, die der Klient durchaus spürt. Eine gute psychologische Beratung kennt also die aufrichtige und spürbare, wenngleich nicht hörbare Anteilnahme des Beraters an der Situation des Ratsuchenden. Dazu bedarf es einer Persönlichkeit, die sich zurücknehmen kann. Manche glauben, eine psychologische Beratung müsse sich überschlagen vor intelligenten Ratschlägen, so dass der Ratsuchende gar nicht viel sagen müsse. Aber eine kompetetente psychologische Beratung ist mehr als nur Ratschlag erteilen, das Psychologische erfordert mehr als gute Inhalte, die auch ein gutes Buch oder das Internet liefern könnte. Es erfordert eine allgemeine Menschenliebe und psychologische Beratungsgrundsätze.

Zu diesen Beratungsgrundsätzen gehört ganz zentral die Hilfe zur Selbsthilfe. Oder andersrum ausgedrückt: Eine psychologische Beratung verrät nicht einfach die Lösungen – sofern der Berater diese überhaupt wirklich kennen kann – , sondern führt den Ratsuchenden auf seinen eigenen Weg, so dass er selbst fündig wird, in sich selbst. Das unterscheidet eine echte psychologische Beratung von den vielen Hotlines, in denen angebliche Experten sehr schnell sagen, was der Betrefende anders machen müsse. Manchmal wird die Ansicht des Beraters sogar aufgedrängt und bestimmte Entscheidungen nahegelegt. Andererseits fordern das manche Hilfesuchende auch, so dass sich gemäß dem Resonanzgesetz die “Richtigen” zusammenfinden.